11 Jahre Familienkonzerte in der Stadthalle:

Kinder lernen große Komponisten kennen

 

Jedes Kind ist musikalisch, denn diese Gabe ist angeboren. Wenn es von klein auf das richtige Hören lernt, selbst singt und musiziert, kann es seine Fähigkeiten entfalten und sich ein Leben lang daran erfreuen. In den alljährlichen Familienkonzerten möchten wir Kinder und ihre Eltern für die Schöpfungen bedeutender „klassischer“ Komponisten begeistern. Die Initiative geht von Konzertpädagogin Dr. Ulrike Schwanse aus, die mit ihrem Team auch die Organisation übernimmt.

Bei den Grundschulen sind diese Konzerte sehr beliebt: Erstmals ist die Stadthalle Mülheim am Aufführungstag viermal mit kleinen und großen Zuhörern gefüllt - bisher jeweils dreimal.

 

Die Konzerte finden 2018 zum elften Mal statt: am Sonntag, 25. November, um 11, 13, 15 und 17 Uhr (17 Uhr = Zusatzkonzert).

Im Balladenjahr 1797 schrieb Johann Wolfgang von Goethe seinen berühmten 'Zauberlehrling'. Genau 100 Jahre später komponierte der

 

Franzose Paul Dukas dazu eine Sinfonische Dichtung, die wie die Ballade ihren Siegeszug um die Welt antrat. Im Familienkonzert werden wir diesem Zauberlehrling genau auf die Finger schauen und uns gemeinsam in das Reich der musikalischen Magie begeben.

 

Mitwirkende: Studentenorchester Münster (Ltg. Cornelius During), Regie: Anja Schöne

 Konzept und Moderation: Dr. Ulrike Schwanse

 Schauspiel: Franziska Schmid

 

Zahlreiche Mülheimer Grundschulen wirken aktiv auf der Bühne mit. Von ihren LehrerInnen werden die SchülerInnen über einen Zeitraum von zwei Monaten auf die Konzerte im Unterricht

 vorbereitet. Durch die Kooperation mit den Grundschulen können viele ZuhörerInnen erreicht werden, die sonst nicht zum traditionellen

 Konzertpublikum klassischer Musik gehören. Dazu zählen auch sozial benachteiligte und Flüchtlingsfamilien, die über eine Kooperation mit

dem CBE Mülheim (Centrum für bürgerschaftli-ches Engagement e. V.) einbezogen werden.

 

www.familienkonzerte.info

 

Die Bürgerstiftung Mülheim an der Ruhr freut sich sehr, dieses Projekt zu unterstützen.

Illustration: Manuel Simon

LEAF-Festival – Menschen durch Kultur zusammen bringen 

 

„LEAF“ steht für Languages, Education, Arts, Friendship. Der Veranstalter Interkultur e.V. möchte Menschen verschiedener Kulturen und Herkunft durch Kultur zusammenzubringen und jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr künstlerisches Talent zu zeigen. Die Zahl der Zuschauer - auch mit vielen internationalen Gästen - steigt von Jahr zu Jahr an.

 

Die Bürgerstiftung Mülheim an der Ruhr fördert dieses Festival mit Vergnügen. 

www.leaf-festival.de

ALADIN:

für eine gelingende Integration von Flüchtlingen

 

Ein großes Projekt, das uns sehr wichtig ist: Geflüchtete Menschen lernen Angebote bürgerschaftlichen Engagements kennen und werden dort nach und nach selbst aktiv. Wir kooperieren dabei mit dem Centrum für Bürgerschaftliches Engagement CBE.  

 

Die Zuwanderung von Asylsuchenden nach Mülheim stand in den vergangenen Monaten im Fokus. Hunderte Ehrenamtliche helfen mit, eine Willkommenskultur mit Leben zu füllen. Viele Flüchtlinge werden länger hier bleiben und brauchen Unterstützung bei ihrer Integration. Um am gesellschaftlichen Leben aktiv teilnehmen zu können, ist es neben dem Spracherwerb wichtig, Menschen kennenzulernen und eigene Kompetenzen einbringen zu können.  

 

Bürgerschaftliches Engagement kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, weil es dem Leben Sinn und den Menschen eine erfüllende Aufgabe gibt. Es stärkt eigene Potenziale und Ressourcen und trägt dazu bei, neue persönliche und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Die Geflüchteten können Netzwerke und Freundschaften knüpfen, die ihnen das Einleben in Mülheim erleichtern. Gemeinsam mit dem CBE will die Bürgerstiftung ihnen das freiwillige Engagement näher bringen. Für Geflüchtete mit Bleibeperspektive entstehen  niederschwellige, mehrsprachige Angebotsstrukturen für das bürgerschaftliche Engagement. Qualifizierungs-Angebote werden entwickelt und verschiedene Projekte gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen durchgeführt.

 

Eine der ersten gemeinsamen Aktionen:

Im August 2016 hat das Team Aladin Ehrenamtliche und Flüchtlinge zu einer Radtour an der Ruhr eingeladen. Mit 40 Personen ging es bei Sonnenschein und mit viel Spaß von Mülheim-Saarn nach Essen-Kettwig und zurück. Eine starke Leistung, zumal manche Teilnehmer erst seit ein paar Monaten Rad fahren. Auch beim anschließenden Grillfest wurden neue Kontakte geknüpft und ehrenamtlich Tätige kennengelernt:  wie das Saarner Ehrenamtlichen-Team für Radtouren aus dem Flüchtlingsdorf und die ehrenamtlichen „Grillmaster“ vom Team Aladin. Etliche Fahrräder hatten Ehrenamtliche in der Talentwerkstatt Styrum für den Einsatz bei der Fahrradtour  „fit“ gemacht – auch das eine super Aktion. 

 

Informationen zum Projekt Team Aladin: www.cbe-mh.de

Bürgerstiftung sichert Wildtiergehege im Witthausbusch

 

Für alte und junge Mülheimer ist das Wildtiergehege im Witthausbusch ein beliebtes Ausflugsziel: Damwild und Mufflons können sich dort in ihrem natürlichen Umfeld bewegen. Man kann sie von den Spazierwegen aus beobachten und füttern; im Frühjahr begeistern frisch geborene Kitze und Lämmer vor allem die Kinder.

 

Der Erhalt dieser Naturidylle war aufgrund der überall notwendigen Sparmaßnahmen bedroht – bis die Bürgerstiftung sich 2009 der Sache annahm. Für mindestens zehn Jahre hat sie dank großzügiger Sponsorenhilfe die Finanzierung des Tiergeheges gesichert. Auf Initiative der Bürgerstiftung wurde der „Verein der Freunde des Wildtiergeheges Witthausbusch e. V.“ gegründet, der nun das Wildgatter betreut.

 

1963 wurde im Witthausbusch der dort neu gebaute "Schirrhof" eingeweiht. Der Stalltrakt des Hofes diente zur Überwinterung von Enten, Ziegen und Schafen. Das heutige Tiergehege  als "Streichelzoo" ging daraus hervor.

 

Neben weniger seltenen Gänse-, Enten-, Tauben-, Hühner-, Meerschweinchen-, Mäuse- und verschiedenen Ziervogelrassen beleben heute vor allem Weiß Gehörnte Heidschnucken, Walliser Schwarznasenschafe, Thüringer Waldziegen, Meißner Widder, Cröllwitzer Puten, Appenzeller Spitzhauben und Pommernenten das gut 3000 qm große Gelände.

 

Das größere Wildgehege und das Tiergehege sind getrennte, voneinander unabhängige Anlagen: Das "Wildgatter", wie das Wildgehege auch genannt wird, liegt eingebettet in eine Tallage der Parkanlage Witthausbusch im Wald.

 

Am 3. Februar 2014 wurde der "Arche-Park Tiergehege Witthausbusch" offiziell von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH) anerkannt. Das Tiergehege Witthausbusch ist damit der erste Arche-Park in NRW.

Bildnachweis: Ruesterstaude